Abgeschickt von Lars am 02 Oktober, 2009 um 19:39:26
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Devisen / Bernanke sieht Gefahr für Dollar
02. Oktober 2009, 19:37 Uhr
Geldflut
Fed-Chef sieht Dollar als Leitwährung bedroht
Erschienen am 02.10.2009 | sky
Der Dollar steht unter Druck (Foto: imago) Der Dollar steht unter Druck (Foto: imago) Der US-Dollar (siehe Euro-Dollar-Kurs ) könnte nach Einschätzung von US-Zentralbankchef Ben Bernanke langfristig seine Stellung als weltweite Leitwährung verlieren. Zwar räumte Bernanke ein: "Es gibt keine unmittelbare Bedrohung für den Dollar", sagte er vor dem Finanzdienstleistungs-Ausschuss des Repräsentantenhauses in Washington. Wenn die USA aber nicht ihr Haushaltsdefizit unter Kontrolle brächten, "gefährdet das den Dollar". Die langfristige Stabilität des Haushalts sei "der kritischste Punkt" in dieser Angelegenheit, hob er hervor. Die wirtschaftlichen Fakten geben in der Tat Anlass zur Sorge.
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Peking und Moskau gegen Dollar Staaten wie China und Russland fordern seit längerem, den Dollar als einzige weltweite Leitwährung abzulösen. Sie haben große Teile ihrer Währungsreserven in Dollar angelegt. Damit sind sie von der Haushalts- und Finanzpolitik der USA stark abhängig. Vor allem China hat zuletzt einen Teil seiner Devisenreserven diversifiziert und verstärkt Gold , aber auch Anleihen des Internationalen Währungsfonds gekauft. Diese Sonderziehungsrechte sind eine Kunstwährung, die aus dem Dollar und mehreren anderen westlichen Währungen besteht.
Niedrigzins beschädigt Dollar Der Greenback leidet aktuell unter den massiven Hilfsprogrammen der US-Regierung gegen die Finanzkrise: Zurzeit versucht die US-Notenbank mit billigem Geld die Vergabe von neuen Krediten und damit die Investitionen anzukurbeln. De facto liegt der US-Leitzins bei Null. Niedrige Zinsen machen allerdings US-Staatsanleihen als Investment unattraktiv - damit kaufen Anleger auch weniger Dollar.
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USA in der Deflationsfalle Die Zinsen dürften noch eine Weile niedrig bleiben. Denn in den USA ist das Deflationsrisiko gestiegen. Deflation heißt, dass die Konsumenten in einen Kaufstreik treten und so die Industrie abwürgen. Die Verbraucherpreise in Amerika sind sechs Monate in Folge gegenüber dem Vorjahreszeitraum gefallen. Dies ist laut den Statistiken des Labor Department der längste deflationäre Zeitraum seit den Jahren 1954 bis 1955.
In der Zukunft droht die Inflation Problematisch wird es außerdem, wenn die von der Fed verursachte Welle an Geld den Markt erreicht - dann dürften die Preise steigen. Alles in allem hat Washington schätzungsweise 1000 Milliarden Dollar in die Wirtschaft gepumpt – das meiste Geld durch Anwerfen der Druckerpresse. Dies könnte irgendwann zu einer Erhöhung der Geldmenge führen - und dies bedeutet Inflation, der Dollar ist dann im Vergleich zu Waren weniger Wert.