Sackgasse Ein-Euro-Job


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Abgeschickt von Lars am 01 Februar, 2010 um 17:14:05

Antwort auf: Bankenwesen - Geldschöpfung durch den Staat von mehr Demokratie am 28 Januar, 2010 um 18:34:31:

http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/dossiers/ein_euro_jobber_wiesbaden/1807730_Arbeitsmarkt-in-Wiesbaden-Sackgasse-Ein-Euro-Job.html

Arbeitsmarkt in Wiesbaden

Sackgasse Ein-Euro-Job

Ein-Euro-Jobberin (Bild: dpa)

Laut Geschäftsbericht SGB II des Amts für Soziale Arbeit wurden 2007 insgesamt 2067 Arbeitssuchende in eine Arbeitsgelegenheit vermittelt das entspricht rund zwölf Prozent der rund 17.000 erwerbsfähigen Hilfeempfänger. Insgesamt gibt es in Wiesbaden rund 30.000 Personen, die Leistungen vom Sozialamt erhalten.

Von den 2067 Ein-Euro-Jobbern hatten 331 die Stelle gar nicht erst angetreten oder das Arbeitsverhältnis im ersten Monat beendet. Der Grund bei 40 von ihnen: sie hatten eine reguläre Beschäftigung gefunden. 34 fanden nach der Arbeitsgelegenheit einen regulären Job.


Drei Monate nach dem Ende der Maßnahmen waren laut Bericht 8,4 Prozent der Ein-Euro-Jobber nicht mehr im SGB-II-Bezug. Weitere 16 Prozent hatten zwar eine Beschäftigung, waren aber immer noch auf finanzielle Hilfe angewiesen, die allerdings geringer ausfiel als vorher. 13 Prozent qualifizierten sich beruflich weiter. Fünf Prozent sind aus der Kommunalen Arbeitsvermittlung herausgefallen, weil sie als unvermittelbar gelten. Für den Großteil der Ein-Euro-Jobber, 57,7 Prozent, hat sich drei Monate nach dem Ende der Maßnahme nichts geändert. Sie werden weiter von der Kommunalen Arbeitsvermittlung "betreut und unterstützt".


Mehr zum Einsatz von Ein-Euro-Jobbern in Wiesbaden in einem
FR-Spezial Fast alle Ein-Euro-Jobber waren mindestens ein Jahr erwerbslos, hatten keine berufliche Qualifikation oder schwere soziale und gesundheitliche Probleme.

Sozialdezernent Arno Goßmann (SPD) betont im Bericht, dass der Begriff Ein-Euro-Job "irreführend" sei. Der Stundenlohn von einem Euro sei eine "Mehraufwandsentschädigung", die zusätzlich zur Regelleistung von 347 Euro, Miete, Sozialversicherung und sonstigen einmaligen Leistungen gezahlt werde. Nach Modellrechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung summierten sich die Leistungen je nach Haushaltstyp auf 857 bis 2209 Euro pro Monat. (byb)



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