Die Umwandlung Deutschlands in ein Niedriglohnparadies


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Abgeschickt von Lars am 03 Februar, 2010 um 21:08:51

Antwort auf: Experten sagen Pleitewelle im Mittelstand voraus von Lars am 03 Februar, 2010 um 18:15:46:

Von: "Egon W. Kreutzer" <EWK@egon-w-kreutzer.de>

Datum: 3. Februar 2010 18:23:59 MEZ

An: "EWK_...der_Unternehmerberater" <EWKberater@knuut.de>

Betreff: PaD 5 /2010 Zwischen Schmerzgrenze und Hemmschwelle

Newsletter 4. Februar 2010
ein Service von Egon W. Kreutzer
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Paukenschlag
am Donnerstag, Jahrgang 2010

der fünfte - schon am späten Mittwoch

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Zwischen Schmerzgrenze
und Hemmschwelle
Wann stehen die Deutschen auf?
Die Umwandlung Deutschlands in ein Niedriglohnparadies schreitet scheinbar unaufhaltsam fort. Auf der einen Seite senken die Arbeitgeber Schritt für Schritt die Lohnsumme, indem
Sonderzahlungen, wie Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld gestrichen oder gekürzt werden,
teure Stammbelegschaften nach und nach abgebaut und durch Leih- und Zeitarbeitskräfte, Beschäftigte mit befristeten Verträgen oder neue Festangestellte mit massiv niedrigeren Bezügen oder gar nicht ersetzt werden,
die Arbeitgeber-Beiträge zu den Sozialversicherungen durch veränderte gesetzliche Regelungen mehr und mehr auf die Arbeitnehmer umgewälzt werden,
alle mögliche Arbeiten ins Ausland verlagert oder an preiswerte Anbieter - mit Billig-Tarifverträgen - ‚outgesourct' werden,
man aus den Arbeitgeberverbänden austritt und damit nicht an tarifvertragliche Regelungen gebunden ist,
usw. usw.
Auf der anderen Seite steigen die indirekten Steuern, die Kosten für alle ehemaligen und alle noch öffentliche Dienstleistungen, die Kosten für nicht mehr im Leistungsspektrum der Krankenkassen enthaltene medizinische Leistungen, die Fahrpreise im Nah- und Fernverkehr, und was der Inflationstreiber mehr sind.
Ganz abgesehen von der Frage, ob es aus irgendeinem anderen Grund als der Gier einiger weniger Großkapitalisten tatsächlich erforderlich ist, die Verarmung der deutschen Bevölkerung so dramatisch voranzutreiben,
erhebt sich die Frage, wie lange es noch dauern wird, bis sich aus Murren und Klagen, aus Jammern und Schimpfen eine kritische innenpolitische Lage entwickelt, die sich - wenn kein Einlenken, kein erkennbarer und wirksamer Kurswechsel erfolgt, in einer Revolte, einem Aufstand, oder wie immer man es nennen will, entladen wird.
Diese Frage ist nicht trivial.
Es gibt eine ganze Reihe von Parametern, die untereinander - verstärkend oder abschwächend - rückgekoppelt sind.
Eine Einschätzung zur weiteren Entwicklung des Drahtseilaktes zwischen Schmerzgrenze und Hemmschwelle finden Sie hier:
http://www.egon-w-kreutzer.de/0PaD2010/5.html




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