Etikettenschwindel:

Taugt Ludwig Erhard als Aushängeschild der Neoliberalen?

 

Mein Kommentar:

Die Neoliberalen schmücken sich gerne mit Ludwig Erhard als Urvater des Neoliberalismus. Was könnte überzeugender für ihre Wirtschaftstherorie sein als die Ikone des deutschen Wirtschaftswunders?

Dabei handelt es sich hier um einen Schwindel ganz besonderer Art. Denn Ludwig Erhard könnte, wenn überhaupt, höchstens als Vertreter des Neoliberalismus in seiner alten (inzwischen überholten) Bedeutung herhalten. Erhard gilt als Gründer der sozialen Marktwirtschaft, und die ist genau das Gegenteil des heutigen Neoliberalismus.

Ludwig Erhard setzte damals auf angemessene Zölle als Schutz vor ausländischen Dumpingattacken, er sorgte für eine unterbewertete DM, die Exporte verbilligte und Importe verteuerte. Besonderen Wert legte er auf eine eigene stabile Währung, die eine abgestimmte nationale Geldpolitik ermöglichte. Eine Multikulti-Währung wie der Euro wäre Erhard nie und nimmer in den Sinn gekommen.

Fazit: Es ist mehr als abgefeimt, gerade Ludwig Erhard als Neoliberalen im heutigen Sinne zu verkaufen. Denn er hat genau die entgegengesetzten Werte vertreten und umgesetzt.

 

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Manfred Julius Müller
, Flensburg, Impressum

 

Die Globalisierung beruht auf den Prinzipien der Ausbeutung …

Anders geht es gar nicht. Über die gesamte Wertschöpfungskette werden die Preise gedrückt. Das beginnt schon bei der Rohstoffgewinnung und setzt sich über alle Stationen der Produktion, des Transportes und des Vertriebes fort. Nur hin und wieder gibt es Nutznießer und Bereiche, in denen noch gut verdient wird. Diese wenigen Profiteure fordern lautstark die Beibehaltung der Globalisierung (also der offenen Zollgrenzen). Denn der Importzoll, das wissen sie nur zu genau, würde deren lukratives Geschäftsmodell zerstören. Weil über den Zoll geschützte Staaten nicht mehr erpresst werden können. Weil dann nicht einmal mehr das Lohndumping funktioniert.

Die Coronakrise bietet die Chance einer Abnabelung vom ruinösen Lohn-, Konzernsteuer-, Öko-, Zins- und Zolldumping …
Jetzt ist die Zeit gekommen, sich dem Wahnsinn des globalen Unterbietungswettbewerbs zu widersetzen. Denn gerade werden wegen der Corona-Pandemie die Weichen neu gestellt. Vielerorts hat man endlich erkannt, wie gefährlich die globalen Im- und Exportabhängigkeiten sind und wie undurchschaubar und fragil das internationale Finanzsystem geworden ist. Jederzeit droht der totale Zusammenbruch, ein Platzen der diversen Spekulationsblasen, eine Weltwirtschaftskrise ungeahnten Ausmaßes.

 

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Die Wandlung Deutschlands nach der Corona-Krise
Zerbricht jetzt die verlogene, konzernfreundliche Welt des Gesinnungsjournalismus? Endet nun auch die Tyrannei naiver Pseudo-Gutmenschen?
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Weitere Infos zum Buch.

Freiwillig werden Finanz- und Globalisierungslobby nicht auf ihre Privilegien verzichten wollen. Freiwillig werden auch Wirtschaft, Politik und Medien nicht ihre Deutungshoheit aufgeben (von ihren Vorurteilen und Thesen abrücken). Der Druck muss schon aus der Bevölkerung kommen. Der aufgeklärte, verantwortungsbewusste Bundesbürger muss die Traute haben, sich von der üblichen Mainstream-Blabla-Propaganda zu lösen und Gegenargumenten eine Chance geben (sie sich zumindest einmal anhören).