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Marktwirtschaft:
Nach
neoliberaler Auffassung sollen die Preise für Waren und
Dienstleistungen sich allein über Angebot und Nachfrage
regulieren.
Mein
Kommentar:
Die
Theorie ist schön, aber leider ist sie wieder einmal
völlig weltfremd. Denn gerade die neoliberale
Ausrichtung der Politik (also vor allem der Zollabbau) haben
weltweit zu einem extremen Anstieg der Subventionen
geführt.
Die
Staaten dieser Welt versuchen sich gegenseitig zu
übertrumpfen mit Zuwendungen und Steuergeschenken an
die international tätigen Unternehmen. Im Kampf um die
Arbeitsplätze ist jedes Mittel recht. Selbst in
Deutschland sind Zuschüsse bis zu einer Million Euro
pro geschaffenen Arbeitsplatz keine Ausnahme. Überall
blüht die Subventionitis. Das fängt schon beim
staatlich geförderten Schiffbau an (und der
Steuerbefreiung des Treibstoffes), der die Globalisierung
und Marktverzerrung über unnatürlich günstige
Frachtraten weiter anheizt.
Trotz
Maut
ist
auch der Lkw-Verkehr noch hochgradig subventioniert (ein
einziger 40-Tonner schädigt die Straßen wie
100.000 Pkw's) - rechnet man alle Kosten und
Umweltschäden ein, müsste die Maut etwa
verzehnfacht werden.
Die
Aufzählung der Marktverzerrungen ließe sich
nahezu unendlich fortführen.
Fazit:
Gerade die Globalisierung (der Zollabbau) und der daraus
resultierende Neoliberalismus führen zu einer grotesken
Verzerrung des Marktes, zur Abkehr eines sich natürlich
entwickelnden Marktpreises über Angebot und
Nachfrage.
Der
Neoliberalismus bewirkt also auch in diesem Punkt genau das
Gegenteil dessen, was er vorgeblich leisten soll.
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zum Ursprungartikel:
Was
versteht man unter Neoliberalismus?
Manfred
Julius Müller, Flensburg
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Manfred
Julius Müller
analysiert
seit 30 Jahren weltwirtschaftliche Zusammenhänge und
veröffentlicht brisante Aufsätze zu den heikelsten
Themen. Er entwickelte neue Wirtschaftstheorien, die
weltweit neue Maßstäbe setzten und in manchen
Ländern in wichtigen Bereichen die Gesetzgebung
beeinflussten. Seine Websites erreichen im Jahr etwa eine
Million Besucher. Inzwischen sind auch einige Bücher
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